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Pfarren wählen Vertreter in Gemeinden

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Religion


Jeder, der katholisch und seit Anfang des Jahres 14 Jahre alt ist, ist am kommenden Sonntag berechtigt, seine Stimme bei der Pfarrgemeinderatswahl abzugeben. Radio Kärnten berichtet seit Montag über alle Facetten des kirchlichen Lebens von St. Paul/Lavanttal bis Spittal/Drau.

Am Sonntag können 300.000 Katholiken und Katholikinnen ihre Pfarrgemeinderäte wählen. Es handelt sich dabei um Menschen, die sich dann in der Gemeinschaft engagieren. 3.000 Männer und Frauen der 336 Pfarrgmeinderäte werden im Abstand von fünf Jahren gewählt. Einen klassischen Wahlkampf gibt es nicht. Die Wahlbeteiligung liegt üblicherweise bei gerade einmal 20 Prozent.

Mitglieder Pfarrgemeinderat


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Pfarrgemeinderäte und -rätinnen

Langfristige Bindung eröffnet Gestaltungsmöglichkeiten

Das Miteinander sei nicht immer reibungslos, sagt Maximilian Fritz vom Referat für Pfarrgemeinderäte. Manchmal sei es leichter, manchmal schwieriger: „Das klassische Ehrenamt hat sicher in den letzten Jahren Schwierigkeiten entwickelt, weil fünf Jahre eine langfristige Bindung sind. Gerade projektbezogen und wenn die Leute einen Sinn darin sehen, was sie tun, findet man – Gott sei es gedankt – auch Leute für die kommenden fünf Jahre.“

Frauenanteil über 50 Prozent

Seelsorge, auch Administration und die Vorbereitung von Feiern – die Mitglieder des Pfarrgemeinderates decken ein breites Spektrum an Arbeit ab. Seit 50 Jahren gibt es sie. Mehr als die Hälfte sind Frauen in einer katholischen Männerwelt.

Diözesanbischof Josef Marketz sagt, ihm sei bewusst, dass an den entscheidenden Stellen nach wie vor Männer seien: „Ich denke, wir sollten nicht allzu schnell Dinge entscheiden, aber wir wissen, wo es hingeht. Ich würde mich freuen, wenn einmal die Frauen gleichbedeutend wie die Männer in der Kirche mitentscheiden können.“

Bischof Josef Marketz


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Bischof Josef Marketz

Programmschwerpunkt in Radio Kärnten

Eine Woche lang stehen die Menschen mit ihren Geschichten, aber auch die Geschichte der zweitältesten Diözese Österreichs im Fokus von Radio Kärnten. Vom sozialen Engangement der Kirche, über das zweisprachige Angebot bis zur Liveübertrageung aus dem der Stadthauptpfarrkirche Villach am Sonntag. Täglich wird bis zu sieben Stunden lange live im Radio berichtet.

ORF Radio Kärnten Programmchef Martin Weberhofer


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Martin Weberhofer beim Moderieren

Radio Kärnten-Programmchef Martin Weberhofer: „Kirche ist viel mehr als nur der Pfarrer am Sonntag. Kirche sind viele freiwillige ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, es ist das Soziale und nicht zuletzt auch Kunst und Kultur. All das wollen wir beleuchten Also nicht nur das, was in der Kirche passiert, sondern alles, was Kirche ausmacht.“ Radio Kärnten ist somit mittendirin in der Vorwahlzeit der katholischen Pfarrgemeinderäte.

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