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mRNA-Impfstoffe: Einbau in Zelle doch möglich?

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Forscher:innen des Department of Clinical Sciences der Universität Lund in Schweden haben sich der Frage gewidmet, ob mRNA aus Corona-Impfstoffen möglicherweise in die menschliche DNA eingebaut werden könnte. Erschienen ist die Studie im Journal „Current Issues in Molecular Biology“. Die Forscher:innen stellten die These auf, dass die neuartigen Impfstoffe doch mehr Risiken bergen als gedacht. Dabei müssen die Ergebnisse richtig interpretiert werden: Denn wie so oft handelt es sich zunächst um Forschungsergebnisse aus dem Labor – keine der Untersuchungen wurde am Tier oder am Menschen vorgenommen.

Im Versuch wurden spezielle Zellen der Leberzelllinie Huh7 mit Comirnaty versetzt und inkubiert. Durchgeführt wurde dieser Schritt mit drei verschiedenen Dosen BNT162b2 – 0,15 µg, 0,3 µg und 0,6 µg. In einem ersten Schritt wollten die Forscher:innen untersuchen, ob die mRNA gut von den Zellen aufgenommen wurde. Durch eine PCR-Analyse bestätigte sich die Annahme. Im zweiten Versuchsteil sollte überprüft werden, ob die mRNA des Impfstoffes auch in die menschliche DNA überschrieben werden kann.

mRNA-Imfpstoffe: Eigentlich sollen mRNA-Impfstoffe nur dazu dienen, dass der Körper die benötigten Informationen erhält, um Spike-Protein von Sars-CoV-2 selbst zu produzieren. Dieser Prozess findet an den Ribosomen statt – also an einem Ort in der Zelle, aber außerhalb des Zellkerns. Die von Nanopartikeln umhüllte mRNA ist bereits wenige Tage nach der Injektion vollständig abgebaut.

Die Ergebnisse der schwedischen Forscher:innen zeigten: Die mRNA scheint nicht nur eine Produktion des Spike-Proteins auslösen zu können. Den Wissenschaftler:innen gelang der Nachweis von DNA-Fragmenten mit einer BNT162b2-Sequenz (Comirnaty). Dieses Ergebnis lässt also vermuten, dass eine Rückübersetzung der mRNA in DNA, entgegen dem üblichen Informationsfluss, möglich sei. Grund genug für Impfskeptiker anzunehmen, dass mRNA-Impfstoffe doch Teil der menschlichen DNA werden könnten. Doch diese Annahme sei zu einfach, korrigieren Expert:innen.



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