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Gratisführung durch Graz für die Ukraine

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Ukraine-Krieg


Der heimische Städtetourismus ist durch die Pandemie schwer angeschlagen, dennoch werden am Sonntag kostenlose Stadtrundgänge angeboten – wer will, kann freiwillig spenden. Diese Spenden sollen den Opfern des Ukraine-Kriegs zu Gute kommen.

Der Aktionstag wurde von den steirischen Austria Guides eigentlich anlässlich des Welttages der Fremdenführer Ende Februar ausgerufen – angesichts der aktuellen Geschehnisse in der Ukraine wird damit nun aber auch ein guter Zweck verknüpft. Konkret laden die Austria Guides am Sonntag in Graz, aber auch in fünf anderen Städten wie etwa Leoben oder Hartberg zu kostenlosen Rundgängen. Freiwillige Spenden, die dabei zusammengetragen werden, kommen dem Caritas-Spendenkonto für die Ukraine und der Aktion „Steirer helfen Steirern“ zugute.

Städtetourismus hofft auf Comeback im April

Der Städtetourismus selbst hofft, mit April, spätestens ab Ostern, wieder auf die Beine zu kommen, sagt Dieter Hardt-Stremayr, Geschäftsführer bei Graz Tourismus: „Es kommen die Konzerte zurück, die Kongresse, Messeveranstaltungen und der Business-Reisende zurück. Wie stark das ausfällt hängt natürlich von den Rahmenbedingungen ab.“ Denn während die letzten beiden Jahre geprägt waren von der Coronavirus-Pandemie und den damit verbundenen Zwangsschließungen von Hotels, würde nun der Ukraine-Krieg die Reiselust bremsen.

Graz hatte laut Stremayr zuletzt Einbrüche von teils über 50 Prozent verzeichnet: „Es waren 2020 minus 53 Prozent im Vergleich zu 2019 und 2021 noch immer ein Minus von 44 Prozent zu 2019.“ Auch die ersten drei Monate des heurigen Jahres seien schlecht gebucht gewesen – mehr dazu auch in Grazer Hotels in der Buchungsflaute (19.1.2022).

40 Prozent der Fremdenführer haben aufgegeben

Dementsprechend haben auch viele der 217 Fremdenführer in der Steiermark ihr Gewerbe ruhend gemeldet oder gar ganz aufgehört, sagt Sigrid Alber von den Graz Guides: „Es haben manche schon das Handtuch geworfen. Wir haben 2020 einen absoluten Einbruch auf ein Drittel des Vorjahres, letztes Jahr hat es sich etwas verbessert, wir sind auf 50 Prozent gekommen. Also man musste sich teilweise umorientieren.“

Teils hätten sich die Fremdenführer nur mit staatlicher Unterstützung über Wasser halten können oder mit speziellen Angeboten für Einheimische. Nun hofft man wieder auf mehr Gäste, auch von internationalem Format, so Alber: „Wobei auch die Amerikaner wieder kommen, die sind im letzten Jahr total ausgeblieben.“

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